FATF: Financial Action Task Force

Geldwäsche ist ein internationales Phänomen und wird in den meisten Fällen über meh­rere Landesgrenzen hinweg betrieben. Das heißt im Rückschluss, dass die Täter Schwachstellen der nationalen Gesetzgebungen nutzen, um ihre Aktivitäten jeweils dort durchzuführen, wo die Entdeckungswahrscheinlichkeit am niedrigsten ist.

Um diese Lücken zu schließen und somit eine Ausnutzung der jeweiligen natio­na­len Systeme zu erschweren, hat sich die internationale Staatengemeinschaft dazu ent­schlossen, möglichst einheitliche und lückenlose Regelungsmechanismen in al­len Staa­ten der Welt einzuführen.

Als Bindeglied zwischen den einzelnen Ländern wurde 1989 durch die interna­tio­nale Staatengemeinschaft die Financial Action Task Force on Money Laundering (FATF) ins Leben gerufen. Das primäre Ziel der FATF ist das Schaffen einheitlicher Standards im Bereich der Be­kämpfung und Verhinderung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung. Diese Standards sollen dazu beitragen, die Integrität des Finanzsystems zu schützen und die effektive Umsetzung legistischer, regulatorischer und operativer Maßnah­men voran­zu­treiben.

Die Standards der FATF tragen zum Schutz der Integrität des Finanzsystems bei.

Um dieses Ziel zu erreichen, hat die FATF ein Dokument mit 40 Empfehlungen formu­liert. Die Empfehlungen werden als internationaler Standard zur Bekämpfung und Verhinderung von Geldwäsche, Terro­ris­musfinanzierung und Proliferation anerkannt. Die Empfehlungen der FATF haben keinen rechtsverbindlichen Charakter. Auf­grund der Bedeutung der FATF als Trendsetter und der von ihr veröffentlichten Län­derlisten sind sie jedoch von hoher wirtschaftlicher und politischer Relevanz.

Um den Mitgliedstaaten eine möglichst reibungslose Umsetzung der FATF Empfehlungen zu ermöglichen, hat die Europäische Union in Ihrer Geldwäsche-Richtlinie viele der Empfehlungen beinahe wortwörtlich übernommen.

Österreich ist Mitglied der FATF und wird daher auch nach der bestehenden Me­thodologie im Rahmen der FATF-Länderprüfungen evaluiert.

Hier geht es zum letzten Länderbericht Österreichs.