Elena Scherschneva - Traumasensible Begleitung und Supervision für Berater:innen
Online Seminar · Aufzeichnung

Traumasensible Integration innerer Anteile in der Beratung

Für Lebens- und Sozialberater*innen, die sicher und fundiert mit Trauma-Dynamiken in der Beratung umgehen wollen.
3 Stunden Seminaraufzeichnung
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Aus der praxis

Wenn in der Beratung plötzlich Trauma-Dynamiken auftauchen

  • Unerwartete Offenbarungen nach mehreren Sitzungen

    Eine Klientin kommt wegen Perfektionismus. Nach der sechsten Sitzung erzählt sie von Gewalt in der Kindheit. Das passiert häufiger, als man denkt – und dann stellt sich die Frage: Was mache ich jetzt damit, ohne in therapeutisches Terrain abzurutschen?
  • Innere Blockaden, die nicht auf der Oberfläche liegen

    Klient*innen beschreiben: „Ich möchte meine Sachen zu Ende bringen, aber irgendein Teil von mir arbeitet dagegen." Hinter dieser Dynamik stecken häufig innere Anteile, die als Schutzmechanismen entstanden sind – und die man erkennen muss, um sinnvoll weiterarbeiten zu können.
  • Unsicherheit an der Schnittstelle Beratung / Therapie

    Wo hört traumasensible Beratung auf, wo beginnt Traumatherapie? Dieser Graubereich verunsichert viele LSBs. Manche trauen sich zu wenig, andere gehen unbemerkt zu weit. Beides dient weder den Klient*innen noch der eigenen Rechtssicherheit.
  • Eigene Muster, die in der Beratung aktiviert werden

    Ein Klient erzählt etwas, das bei uns selbst etwas auslöst. Wer Trauma-Erfahrungen mitbringt, kennt das: Plötzlich reagiert man aus eigenen Mustern heraus statt aus der professionellen Rolle. Auch das braucht Werkzeuge.
Solche Situationen gehören zur Praxis. Wir wurden für vieles ausgebildet – aber nicht unbedingt dafür. Es lohnt sich, da genauer hinzuschauen.
abgrenzung

Traumatherapeutisch vs. traumasensibel

Solche Situationen gehören zur Praxis. Wir wurden für vieles ausgebildet – aber nicht unbedingt dafür. Es lohnt sich, da genauer hinzuschauen.

Traumatherapeutisch Traumasensibel (als LSB)
Trauma aufarbeiten und integrieren Sicherheit im Hier und Jetzt stärken, Ressourcen aufbauen. Wir arbeiten nicht am Trauma selbst, sondern an der Stabilisierung.
Tiefe Verarbeitung (Exposition, EDMR, Körperarbeit) Stabilisierung durch Achtsamkeit, Ressourcenarbeit und behutsame Teilearbeit. Keine Konfrontation mit dem Trauma.
Direkte Konfrontation Vermeidung von Retraumatisierung. Erkennen, wenn Trauma-Dynamiken auftauchen – und bewusst in der stabilisierenden Rolle bleiben.
Diagnostik möglich Keine Diagnostik. Bei Verdacht weiterverweisen – und gleichzeitig an Ressourcen und Alltagsstabilität weiterarbeiten.
🧠 Nervensystem-Perspektive:

Traumasensibel und traumatherapeutisch schließen sich nicht aus. Klient*innen können gleichzeitig in Therapie sein und LSB-Begleitung für die Alltagsstabilisierung nutzen. Beides kann nebeneinander existieren.
Was du mitnimmst

Nach diesem Seminar kannst du:

01

Traumasensibel und traumatherapeutisch klar abgrenzen
Du weißt, was du als LSB darfst und was nicht. Du hast eine Orientierung für Graubereiche und weißt, wann und wie du weiterverweist – ohne das Vertrauen zu gefährden.

02

Innere Anteile erkennen und einordnen
Du verstehst die Grundlagen von IFS (Manager, Feuerwehrleute, Exiles, Selbst), Compassionate Inquiry und Radikaler Akzeptanz – und kannst diese Konzepte in deine Arbeit integrieren.

03

Über den Körper in die Teilearbeit einsteigen
Du hast konkrete Fragen und einen Schritt-für-Schritt-Leitfaden: Vom Körperscan über die Erlaubnisfrage bis zur Würdigung des Anteils – behutsam und innerhalb deines Rahmens.

04

Die Polyvagaltheorie praxisnah nutzen
Du erkennst, in welchem Nervensystem-Zustand deine Klient*innen gerade sind – ventral, sympathisch oder dorsal – und weißt, warum echte Veränderung nur in Sicherheit stattfinden kann.

05

Mit starken Emotionen in der Beratung besser umgehen
Du kennst Strategien für Widerstand, Abwehr, Dissoziation und Konflikte zwischen Anteilen. Du weißt, wie du Klient*innen stabilisierst, ohne den Nerv zu schmeißen.

06

Dein eigenes Nervensystem als Werkzeug einsetzen
Du verstehst: Du kannst nur die Sicherheit vermitteln, die du selbst kennst. Du hast Ansatzpunkte, um eigene Muster und Trigger professionell zu reflektieren.
Seminar-Inhalte

Was im Seminar konkret behandelt wird

Trauma verstehen
Fünf Trauma-Definitionen im Vergleich (APA, WHO, ICD, Gesundheitsportal Österreich, Gabor Maté). Big-T vs. Small-T-Traumata. Warum Bindungstrauma für die LSB-Praxis besonders relevant ist. Klare Abgrenzungstabelle: Was dürfen wir, was nicht.
Innere Anteile – drei Methoden
IFS nach Dr. Richard Schwartz (Manager, Feuerwehrleute, Exiles, Selbst mit 8 Qualitäten). Compassionate Inquiry nach Dr. Gabor Maté (Trauma als Trennung vom Selbst). Radikale Akzeptanz nach Mike Helwig (Heilung durch vollständige Erlaubnisse). Was sie verbindet, wo sie sich unterscheiden.
Polyvagaltheorie für die Praxis
Die drei Nervensystem-Zustände (ventral-vagal, sympathisch, dorsal-vagal). Die Aufzug-Metapher: Warum man keinen Stock überspringen kann. Hochfunktionellen Shutdown erkennen. Warum Veränderung nur in Sicherheit stattfinden kann.
Praktische Anleitung
Schritt-für-Schritt-Leitfaden für die Arbeit mit inneren Anteilen: Körperwahrnehmung, Erlaubnisfragen, dem Anteil eine Stimme geben, positive Absicht erkunden, Würdigung. Umgang mit Widerstand, starken Emotionen und Dissoziation.
Das ist enthalten
  • 3h Seminar-Aufzeichnung
  • Kuratierte Literaturliste
  • Folienpräsentation (PDF)
  • unbegrenzter Zugang zu den Inhalten
Über mich

Elena Scherschneva

Psychosoziale Beraterin · Supervisorin · Trainerin
  • staatlich geprüfte Lebens- und Sozialberaterin
  • Supervisorin
  • NLP-Trainerin
  • Compassionate Inquiry Training bei Dr. Gabor Maté
  • Fortbildungen in IFS
  • Erwachsenentrainerin
Zur Lebens- und Sozialberatung bin ich 2014 gekommen – über einen persönlichen Weg, wie viele von uns. Seitdem habe ich die komplette LSB-Ausbildung absolviert, eine NLP-Trainer-Ausbildung gemacht und die staatliche Befähigungsprüfung zur Supervisorin abgelegt.

Mein Schwerpunkt auf innere Teilearbeit ist aus eigener Erfahrung entstanden: Nach Jahren der Selbsterfahrung – Einzelsettings, Gruppenselbsterfahrung, Familienaufstellungen – gab es immer noch Themen, die mich tief getriggert haben. Über das Thema Emotionsregulation bin ich zum Internen Familiensystem gekommen, dann zu Compassionate Inquiry und Radikaler Akzeptanz.

Seit etwa zwei Jahren arbeite ich in fast jeder Beratung mit inneren Anteilen. In diesem Seminar teile ich die Methoden, die sich dabei in der Praxis bewährt haben – und die klare Abgrenzung, die es braucht, um als LSB sicher und fundiert damit zu arbeiten.
Fragen & Antworten

Häufige Fragen

Nein. Alle drei Ansätze – IFS, Compassionate Inquiry und Radikale Akzeptanz – werden von Grund auf erklärt. Auch die Polyvagaltheorie wird praxisnah und verständlich dargestellt. Wenn du bereits Vorkenntnisse hast, dient das Seminar als Vertiefung und Einordnung für die LSB-Praxis.

Nein. Das Seminar fokussiert auf traumasensibles Arbeiten innerhalb des LSB-Rahmens: Stabilisierung, Ressourcenstärkung, Erkennen von Mustern. Die Abgrenzung zur Traumatherapie wird klar besprochen. Du weißt danach, was du als LSB darfst – und wo du weiterverweist.

Nein. Du erhältst Zugang zur Aufzeichnung eines interaktiven Kleingruppen-Seminars. Du siehst die echten Fragen und Diskussionen der Teilnehmer*innen mit – das macht die Inhalte greifbarer als ein reiner Vortrag. Es gibt keine Teilnahmebestätigung.

Ja. Du bekommst konkrete Fragen und einen Leitfaden für die Arbeit mit inneren Anteilen, den du in deiner nächsten Beratung nutzen kannst. Teilearbeit entwickelt sich mit Erfahrung – die Literaturliste gibt dir die Möglichkeit, gezielt weiterzulernen.

Ob du systemisch, familientherapeutisch oder psychodynamisch arbeitest – die traumasensible Teilearbeit ergänzt deine bestehende Methode. Sie ersetzt nicht, was du gelernt hast, sondern fügt eine zusätzliche Perspektive hinzu: den Blick auf innere Anteile und das Nervensystem als Informationsquelle.

Das Intensive kann ein erster Schritt sein. Wenn du merkst, dass du kontinuierliche Begleitung brauchst, können wir über regelmäßige Supervision oder eine Begleitung im Rahmen der Close the Gap Journey sprechen.

zugang zur Aufzeichnung
Titelbild für den Online-Kurs "Traumasensibel beraten"

EUR 48,-

inkl. USt · Einmalzahlung · sofortiger Zugang
  • 3h Seminar-Aufzeichnung
  • Präsentation als PDF
  • Literaturliste zu allen drei Methoden
  • Schritt-für-Schritt Leitfaden für die Praxis
  • Abgrenzung: Was darfst du als LSB, was nicht?

Traumasensibel arbeiten - sicher, fundiert, innerhalb des rechtlichen Rahmens

IFS, Compassionate Inquiry, Polyvagaltheorie und praktische Teilearbeit. 3 Stunden, die sich in deiner nächsten Beratung bemerkbar machen.
Wenn du bereit bist, kannst du dir hier deine Aufzeichnung holen.
Kein Druck, kein Zeitlimit: Du entscheidest, wann du startest.
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© Elena Scherschneva 2026